Nutzen und Zierde: Der Bauerngarten von Familie Paul Aeschlimann in Waldhaus im Emmental. Foto: Heinz Dieter Finck

Veranstaltungen

15.03. bis 16.03.2018   |  Nationale Informationsstelle zum Kulturerbe NIKE Kulturerbe, ein gemeinsames Gut. Für wen und warum? Kongress
Die Konvention des Europarats über den Wert des Kulturerbes für die Gesellschaft (Konvention von Faro) versteht Kulturerbe als zentrale Ressource für Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Lebensqualität. Damit stehen der Mensch und menschliche Werte im Zentrum eines erweiterten Kulturerbebegriffs. Das schafft eine Grundlage, um das Kulturerbe neu zu bewerten, sowie die Verpflichtung, die Leistungen dieses Erbes für die Gesellschaft sichtbar zu machen und so die Mitwirkung und Mitverantwortung jedermanns daran zu stärken. Schöne Worte – sind sie auch umsetzbar?

Das europäische Kulturerbejahr, das 2018 auch in der Schweiz gefeiert wird, thematisiert die Teilhabe am Kulturerbe und dessen Wert für unseren Lebensalltag– setzt also zentrale Anliegen der Faro-Konvention um. Gleichzeitig trägt der Bundesrat dem Thema auf politischer Ebene Rechnung: Am 8. November 2017 hat er die Vernehmlassung zur Ratifikation der Konvention von Faro eröffnet.

Der Kongress will die Diskussion über diese neue Perspektive auf das Kulturerbe anstossen, als Auftakt zum Kulturerbejahr sowie im Zusammenhang mit dem politischen Ratifizierungsprozess. Ebenso wesentlich wie provokant sind die Fragen, warum und für wen unser Kulturerbe gepflegt werden soll. Brauchen wir Kulturerbe? Können breite Kreise davon profitieren? Wer darf sich dazu äussern? Der Umgang mit dem erweiterten Kulturerbebegriff und dessen Bedeutung für die Gesellschaft muss geklärt und neue Handlungsweisen und Umsetzungen entwickelt werden.

› www.nike-kulturerbe.ch
› Programm (PDF)
02.06.2018   |  Schweizerische Gesellschaft für Gartenkultur, Regionalgruppe Nordostschweiz SGGK NOS Pfingstweid Park und Zürich-West geführter Spaziergang
Aus über 50 Beiträgen für den landschaftsarchitektonischen Wettbewerb Pfingstweid hat sich der Vorschlag von Carola Antón und Dominique Ghiggi durchgesetzt. Ihr Gestaltungsvorschlag orientiert sich an der ursprünglichen Nutzung der Fläche als Weide, die zu Pfingsten mit dem Vieh bestossen wurde. Der Niveauunterschied zwischen der höher gelegenen Umgebung und der abgesenkten Parkfläche wurde mit verschiedenen Elementen wie Rampen, Treppen, terrassierten Böschungen und Mauern subtil überwunden. Viele verwendete Materialien sind wiederverwendet und auf den Kies- und Schotterflächen etabliert sich eine reiche Spontanvegetation. Der multifunktionale Quartierpark bietet zudem ein breites Angebot an Nutzungseinrichtungen für die Bevölkerung.
Carola Antón und Dominique Ghiggi werden uns durch den im September 2015 eröffneten Park führen.

Der Stadtteil Zürich-West hat eine dynamische Entwicklung hinter sich. Dabei entstanden verschiedene und vielfältige Freiräume mit unterschiedlichsten Nutzungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten. Bei der Entwicklung der Areale hat die städtische Freiraumplanung schon früh ein Freiraumkonzept erarbeitet, welches den quantitative und qualitative Umgang mit dem knappen Freiraum darstellt. Wichtig dabei war vor allem das Verbinden von Freiräumen mit querlaufenden Achsen, die wichtige und grosse Strukturen wie den Limmatraum oder das Gleisfeld miteinander verbinden.
Eine Fachperson von der Freiraumplanung bei Grün Stadt Zürich erklärt uns das Freiraumkonzept Zürich-West. Auf einer Begehung werden unterschiedliche Freiräume wie die Stadionbrache, das Toni-Areal, die Giessereihalle, der Gleisbogenpark und der Maaghof besucht.

Weitere Informationen zum Ablauf und zur Anmeldung finden Sie im unten stehenden Programm.

› Programm (PDF)
14.09. bis 15.09.2018   |  VolkswagenStiftung From Garden Art to Landscape Architecture. Traditions, Re-Evaluations, and Future Perspectives Herrenhausen Symposium
Originally, the area of responsibility for landscape architecture was based on the premise that the planning and creating of open spaces such as parks and gardens was the business of garden artists. Today, the training of landscape architects and future challenges of the profession include the protection of natural resources and the environment, urban planning or tourism - to name but a few. The international symposium "From Garden Art to Landscape Architecture - Traditions, Re-Evaluations, and Future Perspectives" addresses questions which, based on the idea of garden art, will help to reconstruct its historical development but also discuss the notion and the relevance of "art" in everyday work. The contributions will critically reflect on the professional self-image of landscape architects at the beginning of the 21st century.

› www.volkswagenstiftung.de
› Programm (PDF)
13.10.2018   |  Schweizerische Gesellschaft für Gartenkultur, Regionalgruppe Nordostschweiz SGGK NOS Villa Tusculum und römischer Gutshof Seeb Besichtigung
Wir fahren auf's Land und in der Gerschichte um 2000 Jahre zurück...
Nach ausgedehnten Sondierungsgrabungen im Rahmen des Kiesabbaus den 1950er Jahren wurde das Gebiet eines römischen Gutshofs in Seeb vom Regierungsrat unter Schutz gestellt. Zentrum der Ausgrabung ist ein Brunnenhaus, das nicht nur für den Badetrakt genutzt wurde, sondern die Landwirtschaft und den Gartenbau erst ermöglichte. 1988 wurde ein kleiner Garten angelegt, in dem die zur Römerzeit hierzulande kultivierten Nutz- und Zierpflanzen in natura zu sehen sind.

Am Nachmittag besuchen wir die nahegelegene Villa Tusculum, die der in Winkel aufgewachsene, als Textilindustrieller in Italien reich gewordene Johannes Meyer-Rusca um 1900 erbauen liess. Sie erinnert an die Villenkultur der Römer und der Renaissance in Italien. Den Garten gestaltete die Firma Ernst Hermes & Cie., Gartentechniker aus Zürich.
Nach einem langen Dornröschenschlaf versucht der neue Besitzer des Villenkomplexes auf zeitgemässe Art und mit Unterstützung der Denkmalpflege die Villa in unsere Zeit hinüberzuretten und die Nutzung der Gegenwart anzupassen.

Weitere Informationen zum Ablauf und zur Anmeldung finden Sie im unten stehenden Programm.

› Programm (PDF)
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